Wie viele Apps brauchst du für einen VFR-Flug?
Kurz gesagt: Ein VFR-Flug verlangt rund elf Aufgaben: Route, Wetter, NOTAM, Luftraum, Masse und Schwerpunkt, Startstrecke, Sprit, Flugplan, Karte im Cockpit, Aufzeichnung, Flugbuch. Wie viele Apps du dafür brauchst, hängt nicht von der Anzahl der Aufgaben ab, sondern davon, wie viele davon deine Haupt-App abdeckt. Bei den meisten Piloten sind es drei bis fünf Werkzeuge. Zwei bis drei davon sind meist ersetzbar, eines nie.
Die Frage klingt nach Bequemlichkeit. Sie ist eine Frage der Arbeitsbelastung. Jede zusätzliche App bedeutet: dieselbe Route ein zweites Mal eintippen, dieselbe Abflugzeit ein drittes Mal setzen, und am Ende drei Stände derselben Wahrheit auf einem Tablet, von denen einer veraltet ist und du nicht weißt, welcher.
EuroPilot Connect ist aus dem Sport- und Segelfliegerclub Bad Waldsee-Reute heraus entstanden, zu Hause auf EDMZ, 660 Meter Gras, Bahn 14/32, nicht am Reißbrett einer Softwarefirma. Viele im Team haben eine Pilotenlizenz, geflogen und erprobt wird auf Bristell LSA, Comco Ikarus C42 C und Robin DR400, also quer über Ultraleicht und Echo-Klasse. Ich habe die App selbst gebaut, neutral bin ich also nicht. Meine Antwort auf die Titelfrage lautet für die eigene App: eine, und zwar für alle elf Aufgaben in dieser Liste. Wo Preise anderer Anbieter im Text stehen, stammen sie von deren eigenen Bestellseiten mit Prüfdatum; alles, was ich nicht belegen kann, lasse ich weg statt zu raten.
Welche Aufgaben muss ein VFR-Flug überhaupt abdecken?
Vor jedem Flug steht eine Pflicht, kein Wunsch. Nach den EU-Standardflugregeln (Verordnung (EU) Nr. 923/2012, „SERA“) muss sich der verantwortliche Luftfahrzeugführer vor Antritt des Fluges mit allen verfügbaren Informationen vertraut machen, die für den Flug von Belang sind. Der Deutsche Wetterdienst führt genau dafür seine Checkliste zur Flugvorbereitung für einen VFR-Flug, und die AOPA-Germany hat dieselbe Systematik im Safety Letter Nr. 17 „Flugvorbereitung“ beschrieben (Ausgabe von 2015, die Systematik trägt bis heute, die Bezugsquellen darin prüfst du besser gegen).
Übersetzt in Werkzeuge sind das elf Aufgaben:
| # | Aufgabe | Was du konkret brauchst |
|---|---|---|
| 1 | Route | Strecke legen, Schenkel, Kurse, Zeiten |
| 2 | Luftraum | Klassen, Ober- und Untergrenzen, Beschränkungsgebiete |
| 3 | Karte | Luftfahrtkarte plus Gelände, auch ohne Netz |
| 4 | Wetter | METAR, TAF, Vorhersage entlang der Strecke |
| 5 | NOTAM | Was heute anders ist als auf der Karte |
| 6 | Masse & Schwerpunkt | Beladung, CG innerhalb der Grenzen |
| 7 | Startstrecke | Start- und Landestrecke bei heutiger Dichtehöhe |
| 8 | Sprit | Verbrauch, Reserve, Endausdauer |
| 9 | Flugplan | ICAO-Formular ausfüllen und einreichen |
| 10 | Im Flug | Bewegte Karte, Höhe, Kurs, nächster Punkt |
| 11 | Danach | Track speichern, Flugbuch nachtragen |
Die Liste ist unabhängig davon, wie du sie abarbeitest. Ob mit einer App, mit fünf oder mit Papier und Taschenrechner: Diese elf Punkte fallen bei jedem Überlandflug an.
Wie viele Apps sind es bei den meisten Piloten wirklich?
Ich habe dazu keine Erhebung, und ich erfinde auch keine. Was ich beschreiben kann, ist der Stapel, den ich bei Vereinskameraden auf dem Knie sehe und den ich selbst jahrelang so geflogen bin:
- Eine EFB-App für Route, Karte und Cockpit, das Rückgrat.
- Eine Wetter-App oder die Browser-Seite des DWD für die Vorhersage.
- Eine NOTAM-Quelle, oft ein Browser-Lesezeichen auf ein Behördenportal.
- Ein Rechenwerkzeug für Masse und Schwerpunkt, sehr häufig eine Excel-Tabelle vom Verein.
- Ein Flugbuch, häufig ein zweites Excel oder eine eigene App.
Das sind fünf Werkzeuge für elf Aufgaben. Nicht weil Piloten es kompliziert mögen, sondern weil der Stapel historisch gewachsen ist: Die Excel-Tabelle war vor der App da, das Lesezeichen war vor der NOTAM-Ansicht da, und niemand räumt einen funktionierenden Ablauf freiwillig auf.
Der Preis dieses Stapels steht nicht auf der Rechnung. Er steht in der Zeit, die zwischen den Fenstern vergeht, und in dem einen Fall, in dem du die Route nach einer Umplanung in vier Werkzeugen änderst und in einem vergisst.
Was kostet dich dein Werkzeugstapel wirklich?
Rechne das einmal für dich selbst aus, mit deinen eigenen Zahlen. Die Formel hat zwei Hälften.
Erste Hälfte, das Geld. Schreib jedes Abo mit Jahrespreis untereinander und zähl zusammen. Prüf dabei zwei Dinge, die gern untergehen: Wie viele Geräte deckt die Lizenz ab (Tablet, Telefon und vielleicht ein Rechner zu Hause sind schnell drei), und ob du eine Region separat kaufst. Die Preise der einzelnen Anbieter nenne ich hier bewusst nicht. Ich habe keine geprüften, aktuellen Daten dazu, und veraltete Preise in einem Blogbeitrag sind schlimmer als gar keine. Hol sie dir direkt bei SkyDemon oder ForeFlight und trag deine echten Zahlen ein.
Zweite Hälfte, die Reibung. Zähl bei deiner nächsten Planung mit:
- Wie oft tippst du dieselbe Route oder dieselbe Abflugzeit ein zweites Mal ein?
- Wie oft wechselst du die App, um eine einzige Zahl nachzusehen?
- Wie viele Minuten liegen zwischen „Ich plane jetzt“ und „Ich bin fertig“?
- Und der wichtigste Punkt: Wenn du die Route um einen Ausweichplatz erweiterst, wie viele Werkzeuge musst du nachziehen, damit alle dasselbe sagen?
Die letzte Zahl ist die entscheidende. Ein Stapel aus fünf Werkzeugen kostet dich nicht fünf Abos, er kostet dich fünf Aktualisierungen pro Umplanung. Genau da entstehen die stillen Fehler: nicht beim ersten Planen, sondern beim zweiten.
Welche Aufgaben deckt EuroPilot Connect in einer App ab?
Jetzt der Teil, bei dem ich befangen bin, also mit offenen Karten. So sieht der Durchlauf in EuroPilot Connect aus, Aufgabe für Aufgabe aus der Liste oben:
Route (1), Luftraum (2), Karte (3). Du legst die Strecke auf einer Vollbildkarte per Antippen, ziehst Wegpunkte um und bekommst pro Schenkel Distanz, missweisenden Kurs und Flugzeit. Ein Optimierer rechnet auf einem echten Höhengitter und schlägt bis zu drei Streckenvarianten vor, die er als kürzeste, sicherste und wetteroptimierte ausweist, und führt dabei um kontrollierte und beschränkte Lufträume herum. Die Bezeichnungen sind Vergleichsangaben zwischen diesen drei Vorschlägen, keine Zusicherung. Die Luftfahrtdaten liegen mit Ober- und Untergrenzen, Meldepunkten, Funkfrequenzen und maßstabsgetreuer Pistengeometrie auf der Karte. Wie die Karte im Flug arbeitet, steht ausführlich in der Moving Map fürs Cockpit.
Wetter (4). METAR, TAF, SIGMET und AIRMET kommen als Briefing pro Platz, dazu ein erzähltes Streckenbriefing über Abflug, Streckenverlauf, Wind, Gelände, Ankunft und Ausweichplätze. Auf der Karte liegen Niederschlagsradar, Bewölkung, ein Windfeld sowie Gewitter- und Nullgradgrenzen-Ebenen. Ein senkrechter Wolkenschnitt zeigt, wo entlang der Strecke die Basis sinkt.
NOTAM (5). NOTAM erscheinen geografisch an der Strecke, nicht als Textwüste. Sie werden serverseitig geholt und aufbereitet, damit die App sie im Flug nicht erst irgendwo abrufen muss.
Masse & Schwerpunkt (6), Startstrecke (7), Sprit (8). Der Weight-&-Balance-Rechner zeichnet die CG-Hülle mit und zeigt live, ob der Schwerpunkt innerhalb der Grenzen liegt. Der Leistungsrechner zieht die Dichtehöhe automatisch aus dem aktuellen Wetter und rechnet Start- und Landestrecke daraus. Der Spritplaner rechnet Reserve, Endausdauer und Reichweite. Die drei hängen zusammen: Der Spritwert wandert in die Beladung, das aktuelle Wetter in die Dichtehöhe. Du gibst die Beladung also einmal ein, statt sie in drei Werkzeuge zu tippen.
Flugplan (9). Die App bereitet die ICAO-Felder auf, sodass du sie kopieren kannst, und führt dich zum passenden nationalen Einreichungsportal, samt Erinnerung, den Plan nach der Landung zu schließen. Sie reicht ihn nicht selbst ein, dazu gleich mehr.
Im Flug (10). Die bewegte Karte folgt der GPS-Position track-up, mit Höhe, Geschwindigkeit, Steig- und Sinkrate, Kurs, Entfernung und Restzeit zum nächsten Punkt, Gleitbereichsringen bei Motorausfall und einem Aufgeräumt-Modus. Karte, Gelände und Luftraumdaten kommen dabei aus dem Offline-Bestand. Wie das funktioniert, steht in der Offline-Flugnavigation.
Danach (11). Der Track wird durchgehend mit voller Telemetrie aufgezeichnet, auch bei gesperrtem Bildschirm, und landet im Flugbuch, das GPS-Sessions und über Vereinsflieger synchronisierte Flüge zusammenführt.
Ein paar harte Zahlen dazu, weil sie belegbar sind und nicht geschätzt: Die Basiskarte ist selbst gehostet und deckt 25 europäische Länder ab. Die Luftfahrtdaten folgen dem 28-tägigen AIRAC-Zyklus und ziehen sich nach, ohne dass du ein App-Update brauchst. Die App kostet 99 € im Jahr für bis zu drei Geräte, mit 30 Tagen kostenlosem Test. Sie ist seit dem 5. August 2026 im App Store, hier geht es zum Download.
Was konkret drin ist, in Zahlen statt Adjektiven (Stand 4. September 2026):
| Pisten im Gerätepaket | 4.724 an 3.784 Flugplätzen |
| Länder im Bahnenbestand | 60 |
| Platzrunden mit Richtung und Höhe | 1.321, davon 1.133 in Deutschland |
| VFR-Meldepunkt-Routen | 952 |
| Luftfahrtdaten im täglichen Sync | 36 europäische Länder |
| Grundkarte selbst gehostet | 25 europäische Länder |
| Datenzyklus | AIRAC, alle 28 Tage, ohne App-Update |
| Preis | 99 € im Jahr, bis zu 3 Geräte, 30 Tage kostenlos |
Die Bahnlagen sind dabei nicht alle gleich gut, und das sagen wir auch: 2.421 stammen aus amtlichen Schwellenkoordinaten, 1.609 sind aus Luftbildern vermessen, 347 rechnerisch konstruiert. Der Bestand selbst, also welche Bahn mit welcher Kennung und Länge existiert, kommt durchgehend von KEYVAN Aviation.
Wo brauchst du trotzdem noch eine zweite App?
Das ist der Abschnitt, den Produktseiten weglassen. Es gibt Dinge, die eine App dir nicht abnimmt, und du solltest sie kennen, bevor du deinen Stapel ausräumst.
- Die Flugplan-Einreichung bleibt beim Amt. EuroPilot Connect bereitet den ICAO-Flugplan auf und schickt dich zum richtigen nationalen Portal, reicht ihn aber nicht selbst ein. Für die Einreichung selbst brauchst du weiterhin das Portal deines Landes.
- Amtliches Streckenwetter holst du beim Wetterdienst. Das GAFOR und die amtlichen Flugwetterunterlagen bekommst du beim Deutschen Wetterdienst beziehungsweise beim Wetterdienst deines Landes. Eine App-Wettersicht ist eine Ergänzung dazu, kein Ersatz für die amtliche Quelle.
- Verkehrsanzeige ist Lagebild, keine Kollisionswarnung. Die App zeigt ADS-B-Verkehr aus dem Internet im Umkreis von rund 20 NM als Situationsbewusstsein. Das ist ausdrücklich kein zertifiziertes Kollisionsvermeidungssystem und ersetzt den Blick nach draußen nicht.
- Android gibt es noch nicht. Eine native Android-App ist in Entwicklung, es gibt aber keinen Termin und nichts, was du heute installieren könntest. Wenn du Android fliegst, ist diese Rechnung für dich derzeit keine.
- Papier bleibt. Eine gefaltete, auf die Strecke vorbereitete Papierkarte an einer erreichbaren Stelle ist kein Nostalgie-Ritual. Sie ist das, was zählt, wenn das Tablet in der Sonne heiß wird und sich abschaltet.
Wer diese fünf Punkte mitrechnet, landet nicht bei „eine App reicht“, sondern bei etwas Ehrlicherem: Eine App plus die amtlichen Quellen plus Papier. Das ist immer noch deutlich weniger als fünf Werkzeuge, und vor allem sind die verbleibenden Teile klar getrennt statt überlappend.
Welche Aufgaben lohnt es sich zusammenzulegen, und welche nicht?
Konsolidierung ist kein Selbstzweck. Es gibt Aufgaben, bei denen das Zusammenlegen einen echten Gewinn bringt, und es gibt welche, bei denen zwei getrennte Quellen genau richtig sind. Die Trennlinie verläuft entlang einer einzigen Frage: Teilen sich die Aufgaben Eingabedaten?
Zusammenlegen lohnt sich, wenn dieselben Daten mehrfach gebraucht werden. Route, Wetter, Sprit, Startstrecke und Masse hängen alle an denselben drei Größen: welches Flugzeug, welche Strecke, welche Abflugzeit. Liegen die in einem Werkzeug, gibst du sie einmal ein, und eine Umplanung zieht überall durch. Liegen sie in vier Werkzeugen, gibst du sie viermal ein und musst bei jeder Änderung an vier Stellen daran denken. Das ist der eigentliche Gewinn, nicht das gesparte Abo.
Getrennt bleiben sollte, was du gegenprüfen willst. Bei sicherheitskritischen Informationen ist eine zweite, unabhängige Quelle keine Doppelarbeit, sondern eine Prüfung. Das gilt vor allem für zwei Dinge:
- Wetter. Die amtlichen Flugwetterunterlagen des Wetterdienstes sind die Referenz. Eine App-Wettersicht daneben ist nützlich, weil sie schneller und grafischer ist, aber wenn beide auseinandergehen, gewinnt die amtliche Quelle. Diese Reibung willst du sehen, nicht wegoptimieren.
- Der Datenstand. Wenn dir dein einziges Werkzeug nicht zeigt, welchen AIRAC-Zyklus es geladen hat, hast du keine zweite Instanz, die dir das verrät. Ein Werkzeug, das seinen Stand offenlegt, ist deshalb mehr wert als zwei, die es verschweigen.
Daraus folgt eine brauchbare Faustregel: Rechenaufgaben gehören zusammen, Informationsquellen dürfen sich doppeln. Alles, was aus deinen Eingaben ein Ergebnis errechnet, also Kurse, Zeiten, Sprit, Schwerpunkt und Startstrecke, profitiert davon, in einem Werkzeug zu liegen. Alles, was eine Aussage über die Außenwelt trifft, also Wetter, NOTAM und Luftraumaktivierung, verträgt eine zweite Meinung.
Wie prüfst du deinen eigenen App-Stapel in 20 Minuten?
Diesen Test kannst du am Küchentisch machen, ohne etwas zu kaufen und ohne zu fliegen. Nimm einen Flug, den du wirklich machen willst, sagen wir Friedrichshafen (EDNY) über den Bodensee nach St. Gallen-Altenrhein (LSZR) oder deine Hausstrecke.
- Plane die Strecke in deiner Haupt-App, wie du es immer tust. Stoppuhr mitlaufen lassen.
- Hak die Liste ab. Geh die elf Aufgaben von oben durch und notier hinter jede, welches Werkzeug sie erledigt hat. Aufgaben, bei denen du die App verlassen musstest, markierst du.
- Zähl die Wechsel. Wie oft hast du das Fenster gewechselt? Wie oft dieselbe Information zweimal eingegeben?
- Mach die Umplanung. Schieb die Abflugzeit um zwei Stunden und füg einen Zwischenlandeplatz ein. Jetzt zähl, wie viele Werkzeuge du nachziehen musst, damit wieder alle dasselbe sagen. Das ist deine eigentliche Kennzahl.
- Prüf den Datenstand. Zeigt dir jedes Werkzeug, welchen AIRAC-Zyklus es geladen hat? Wo es das nicht tut, weißt du es nicht, und das ist ein Ergebnis, kein Detail.
- Zieh den Stecker. Flugmodus an, dann öffne alles nochmal. Was jetzt leer bleibt, funktioniert im Funkloch nicht.
- Rechne zusammen. Jahrespreise addieren, gewechselte Fenster addieren, Nachzieh-Aufwand pro Umplanung notieren.
Wenn Schritt 4 bei dir eine Eins ergibt, ist dein Stapel in Ordnung, egal wie viele Apps installiert sind. Ergibt er drei oder mehr, hast du kein App-Problem, sondern ein Konsistenzproblem, und das löst sich nur, indem Aufgaben zusammenwandern.
Häufige Fragen
Wie viele Apps braucht man mindestens für einen VFR-Flug? Eine EFB-App plus die amtlichen Quellen deines Landes für Wetter und Flugplan-Einreichung. Alles andere, also Masse und Schwerpunkt, Startstrecke, Sprit und Flugbuch, kann eine App mit abdecken, muss es aber nicht. Prüf für deine App konkret nach, welche der elf Aufgaben sie erledigt.
Reicht eine einzige App für die komplette Flugvorbereitung? Nein. Die Einreichung des Flugplans läuft über das nationale Portal, amtliche Flugwetterunterlagen kommen vom Wetterdienst, und eine Papierkarte gehört unabhängig davon ins Cockpit. Eine gute App reduziert den Stapel, sie löst ihn nicht auf.
Lohnt es sich, eine Excel-Tabelle für Weight & Balance durch eine App zu ersetzen? Der Gewinn liegt weniger in der Rechnung selbst als in der gemeinsamen Datenbasis. Wenn Beladung, Sprit und Leistungsrechnung dasselbe Flugzeug und dieselbe Strecke verwenden, gibst du die Werte einmal ein statt dreimal, und bei einer Umplanung ziehen alle drei automatisch nach. Die Tabelle selbst rechnet dagegen völlig korrekt.
Kann ich mit mehreren Apps sicherer fliegen als mit einer? Mehr Werkzeuge bedeuten nicht automatisch mehr Sicherheit. Zwei unabhängige Quellen für dieselbe kritische Information sind sinnvoll. Zwei Werkzeuge, die denselben Flug in unterschiedlichem Stand vorhalten, sind das Gegenteil. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern ob alle deine Werkzeuge dasselbe sagen.
Was passiert mit meinen Apps, wenn im Flug das Netz wegfällt? Das hängt allein davon ab, was vorher heruntergeladen wurde. Karte, Gelände und Luftraumdaten müssen lokal auf dem Gerät liegen, sonst ist die Navigation im Funkloch beendet. Der Flugmodus-Test aus Schritt 6 oben zeigt dir in zwei Minuten, welche deiner Apps das erfüllen.
Fazit
Die ehrliche Antwort auf die Titelfrage lautet nicht „eine“. Sie lautet: so wenige, dass eine Umplanung nur an einer Stelle nachgezogen werden muss. Das ist das Kriterium, an dem sich ein Werkzeugstapel messen lassen muss, nicht die Anzahl der Symbole auf dem Startbildschirm und auch nicht die Summe der Abos.
Geh die elf Aufgaben durch, mach den 20-Minuten-Test, und schau dir vor allem Schritt 4 an. Wenn du dabei feststellst, dass drei Werkzeuge dieselbe Route kennen müssen, weißt du, wo du ansetzt.
Mehr zur Kategorie insgesamt findest du im Überblick zur VFR-App für Piloten und in der Flug-Navigationsapp. Wenn du EuroPilot Connect ausprobieren willst: EuroPilot Connect 30 Tage kostenlos testen, zum Download.