Offline-Flugnavigation: welche App ohne Netz funktioniert
Kurz gesagt: Offline-Flugnavigation ist keine Ja-Nein-Eigenschaft, sondern eine Liste. Karte, Gelände, Flugplätze, Lufträume, Navaids, Meldepunkte und Platzrunden lassen sich vorher aufs Gerät laden und laufen dann ohne jede Verbindung weiter. Wetter, internetbasierter Verkehr und NOTAM (Notices to Airmen, also amtliche Kurzfristmeldungen) sind dagegen Live-Daten, die niemand konservieren kann: Du fliegst mit dem Stand vom letzten Laden.
Der Moment kommt schneller, als man denkt. Du drehst bei Kufstein ins Inntal ein, das Tal wird enger, die Balken am oberen Bildschirmrand werden weniger, und irgendwann sind sie weg. Oder du fliegst über die Nordsee raus, oder durch eine der ruhigen Ecken im Hunsrück, wo Mobilfunk seit jeher Glückssache ist. Was jetzt auf deinem iPad passiert, entscheidet sich nicht in diesem Moment. Es hat sich vorher entschieden, am Boden, als du die App eingerichtet hast.
Deshalb ist „kann die App offline?“ die falsche Frage. Die richtige lautet: Welche Ebene genau kann sie offline, und welche nicht?
EuroPilot Connect ist aus dem Sport- und Segelfliegerclub Bad Waldsee-Reute heraus entstanden, zu Hause auf EDMZ, 660 Meter Gras, Bahn 14/32, nicht am Reißbrett einer Softwarefirma. Viele im Team haben eine Pilotenlizenz, geflogen und erprobt wird auf Bristell LSA, Comco Ikarus C42 C und Robin DR400, also quer über Ultraleicht und Echo-Klasse. Ich habe die App selbst gebaut, neutral bin ich also nicht. Und weil bei Offline-Versprechen jeder alles behauptet, hier Zahlen statt Adjektive: Im Gerätepaket liegen 4.724 Pisten an 3.784 Flugplätzen aus 60 Ländern, dazu 1.321 Platzrunden, davon 1.133 allein in Deutschland, und 952 VFR-Meldepunkt-Routen. Die Grundkarte ist für 25 europäische Länder selbst gehostet. Alles davon geht mit aufs Gerät. Was dieser Beitrag dir gibt, sind Prüffragen, die du an jeder App selbst durchspielen kannst.
Woran erkennst du eine echte Offline-Flugnavigations-App?
Eine Offline-Flugnavigations-App erkennst du an drei Eigenschaften, die du am Boden in wenigen Minuten nachsehen kannst.
- Eine bewusste Auswahl vor dem Flug. Kannst du festlegen, was aufs Gerät soll? Ohne diese Auswahl weißt du im Cockpit nicht, was da ist.
- Ein sichtbarer Download mit Fortschritt und Umfang. Wenn du nicht siehst, wie viel geladen wurde und welche Datenebenen dazugehören, kannst du dich nicht darauf verlassen.
- Ein Bestand, der einen App-Neustart übersteht. Ein Zwischenspeicher, der beim nächsten Start leer ist, ist kein Offline-Bestand.
Dazu kommt eine prinzipielle Grenze, die für jede App gilt, unabhängig vom Hersteller: Wetter, Verkehr und NOTAM entstehen laufend neu. Kein Download der Welt kann Daten vorhalten, die es zum Zeitpunkt des Downloads noch gar nicht gab. Eine App kann dir nur den Stand zeigen, den du zuletzt geholt hast.
Welche Daten liegen offline auf dem Gerät, und welche nie?
In EuroPilot Connect tippst du ein Land an und lädst es als Paket. Was dabei mitkommt, steht fest; was nicht mitkommt, ebenso. Hier ist die Aufteilung ohne Beschönigung:
| Datenebene | Im Länderpaket? | Was das im Flug bedeutet |
|---|---|---|
| Basiskarte (Gelände, Orte, Gewässer) | ja | selbst gehostete Vektorkarte, kein fremder Kartendienst im Spiel |
| Geländerelief (Hillshade) | ja | als fertige Kacheln abgelegt, das Gerät rechnet im Flug nichts nach |
| Flugplätze mit Frequenzen und Elevation | ja | Platzdaten bleiben abrufbar |
| Lufträume mit Klassen und Höhengrenzen | ja | AIRAC-Stand des Luftraums bleibt abrufbar, per NOTAM aktivierte Gebiete sind darin nicht enthalten |
| Navaids, also Funknavigationsanlagen (VOR/NDB/DME/VORTAC) | ja | bleiben auf der Karte |
| Pisten mit Geometrie und Bezeichnern | ja | Pistenrichtung bleibt abrufbar |
| Meldepunkte (pflichtig und nicht pflichtig) | ja | Pflichtmeldepunkte bleiben sichtbar |
| Platzrunden | ja | Richtung und Platzrundenhöhe bleiben abrufbar |
| Flugplatzlayouts (aus OpenStreetMap, nicht amtlich) | ja | Rollwege und Vorfeld bleiben da |
| METAR und TAF (Platzwetter und Vorhersage), SIGMET und AIRMET (Warnungen) | nein | Live-Daten, du fliegst mit dem Stand vom letzten Laden |
| Wetter-Overlays (Radar, Bewölkung, Wind) | nein | Live-Daten, brauchen Verbindung |
| NOTAM | nein | gehören ins Briefing kurz vor dem Start, siehe unten |
| Internetbasierter ADS-B-Verkehr | nein | reicht ohnehin nur rund 20 NM und braucht Empfang |
Zwei Dinge fallen aus diesem Raster heraus, und bei beiden lohnt der genaue Blick.
GPS braucht kein Mobilfunknetz, aber nicht jedes iPad hat GPS. Die Positionsbestimmung ist reiner Empfang von Satellitensignalen und funktioniert auch im Flugmodus. Der Haken: Nur iPads mit Mobilfunkmodul (die Cellular-Modelle) haben überhaupt einen GNSS-Empfänger eingebaut. Ein reines WLAN-iPad hat keinen, und es braucht auch mit vollem Länderpaket eine externe GPS-Quelle, sonst steht das Flugzeugsymbol still. Prüf das, bevor du dich darauf verlässt: Der Flugmodus-Test am Boden sieht bei einem WLAN-iPad völlig unauffällig aus, weil die Karte ja da ist.
FLARM läuft am Internet vorbei, zeigt aber nur FLARM. Ist ein FLARM-Gerät per WLAN mit dem iPad verbunden, mischen sich seine Ziele in dieselbe Verkehrsebene wie ADS-B, und die FLARM-Kollisionswarnungen bleiben als Sicherheitsfunktion aktiv, unabhängig davon, ob du den Verkehrslayer auf der Karte ein- oder ausgeschaltet hast. Das ist eine Direktverbindung zwischen zwei Geräten im Cockpit und hat mit Mobilfunk nichts zu tun. Ohne Netz siehst du damit aber ausschließlich FLARM-ausgerüstete Luftfahrzeuge, der internetbasierte ADS-B-Anteil fällt komplett weg. Der Verkehrslayer ist kein zertifiziertes Kollisionswarnsystem, und Luftraumbeobachtung bleibt unverändert deine Aufgabe.
Warum reicht „Karte offline“ allein nicht?
Eine gespeicherte Landkarte macht noch keine Flugnavigation. Die Karte zeigt dir Täler und Ortschaften, sie zeigt dir aber nicht, dass auf dem Weg von Augsburg (EDMA) nach Friedrichshafen (EDNY) die Kontrollzone Memmingen den direkten Kurs schneidet.
Der Unterschied liegt in den Luftfahrtebenen darüber: Luftraumklassen mit Ober- und Untergrenze, Pflichtmeldepunkte, Frequenzen, Platzrunden, Beschränkungsgebiete. Genau diese Ebenen sind das, was eine Navigationsapp für Piloten von einer Wander-App unterscheidet, und genau sie fehlen, wenn eine App nur Kartenkacheln zwischenspeichert.
In EuroPilot Connect zeichnet die Moving-Map, also die live mitlaufende Karte im Cockpit, während des Flugs Gelände- und Luftfahrtebenen aus den offline vorliegenden Daten. Das Länderpaket bleibt über App-Neustarts hinweg bestehen, und die Länderauswahl ist über deine Geräte hinweg synchronisiert.
Anleitung: ein Land offline laden und den Offline-Betrieb prüfen
Der Test dauert weniger als zehn Minuten und ist am Boden gemacht. Mach ihn einmal, bevor du dich das erste Mal darauf verlässt.
- Prüf zuerst, ob dein Gerät überhaupt GPS hat. Nur iPads mit Mobilfunkmodul haben einen GNSS-Empfänger. Fehlt er, brauchst du eine externe GPS-Quelle, bevor der Rest Sinn ergibt.
- Lade das Land, in dem du fliegst. Tippe es in der Länderauswahl an und warte den Fortschritt ab. Mit dem Paket kommen Basiskarte, Gelände, Flugplätze, Lufträume, Navaids, Pisten, Meldepunkte, Platzrunden und Flugplatzlayouts.
- Lade die Nachbarländer dazu, in die du ausweichen könntest. Bei einem Flug ab Augsburg (EDMA) Richtung Süden gehören Österreich und die Schweiz dazu, nicht nur Deutschland. Ausweichflugplätze liegen gern jenseits der Grenze.
- Prüf auf jedem Gerät einzeln, dass das Paket wirklich geladen ist. Verlass dich nicht darauf, dass das Zweitgerät denselben Stand hat wie das Erstgerät.
- Hol dir das Wetterbriefing und das NOTAM-Briefing für die Strecke, solange du noch Netz hast. Beides sind Stichtagsdaten: Der Stand, den du jetzt hast, ist der Stand, mit dem du fliegst.
- Schalte das Gerät in den Flugmodus und starte die App danach einmal neu. Kein WLAN, keine Mobilfunkdaten.
- Fahr die Strecke auf der Karte ab und zoome hinein. Bleiben Gelände, Lufträume, Plätze und Meldepunkte stehen? Graue Kacheln oder ein Ladekringel sind das Signal, dass ein Stück fehlt.
- Ruf deinen Zielplatz und einen Ausweichplatz auf. Frequenzen, Pistenrichtung und Platzrunde müssen ohne Verbindung da sein.
- Prüf den Ladestand deines Geräts und die Halterung. Die beste Offline-Karte hilft nicht, wenn das iPad in der Sonne abschaltet.
Bleibt in Schritt 7 oder 8 etwas leer, hast du das am Boden gemerkt statt im Tal. Genau dafür ist der Test da.
Was passiert, wenn die Verbindung mitten im Flug abreißt?
Die Moving-Map zeichnet Gelände- und Luftfahrtebenen aus den offline vorliegenden Daten. Ein Verbindungsverlust trifft diese Ebenen deshalb nicht: Offline ist die Grundlage, auf der die Anzeige arbeitet, und nicht ein Notmodus, in den sie fällt.
Was sich sehr wohl ändert, sind die Live-Ebenen. Verlierst du im Allgäu oder in den Alpen den Empfang, altert das Wetterbild ab diesem Moment, und der internetbasierte Verkehr verschwindet. Beides ist kein Defekt, sondern die Natur dieser Daten. Wichtig ist nur, dass du weißt, welche Anzeige gerade jung und welche alt ist.
Musst du trotzdem eine Papierkarte mitnehmen?
Vorgeschrieben ist aktuelles und geeignetes Kartenmaterial, nicht Papier. Für den nichtgewerblichen Betrieb mit anderen als technisch komplizierten motorgetriebenen Luftfahrzeugen regelt das in der EU NCO.GEN.135 in Anhang VII (Part-NCO) der Verordnung (EU) Nr. 965/2012: Mitzuführen sind aktuelle und geeignete Luftfahrtkarten für das Gebiet der geplanten Strecke sowie für alle Strecken, auf die der Flug vernünftigerweise ausweichen könnte. Das zugehörige GM1 NCO.GEN.135 hält fest, dass Unterlagen auch in anderer Form als auf gedrucktem Papier vorliegen dürfen und ein elektronisches Speichermedium akzeptabel ist, sofern Zugänglichkeit, Nutzbarkeit und Zuverlässigkeit sichergestellt sind. GM steht dabei für Guidance Material, also für erläuterndes Begleitmaterial, nicht für den Verordnungstext selbst. Den konsolidierten Regeltext samt AMC und GM veröffentlicht die EASA in den Easy Access Rules for Air Operations.
Vier Einschränkungen, die du selbst prüfen musst:
- Segelflugzeuge und Ballone fallen nicht unter Part-NCO. Für sie gelten eigene europäische Verordnungen mit eigenen Vorgaben zu mitzuführenden Unterlagen.
- Ultraleichte Luftsportgeräte sind in Deutschland national geregelt und fallen ebenfalls nicht unter Part-NCO. Das heißt aber ausdrücklich nicht, dass keine Kartenpflicht besteht: Die Pflicht, sich vor dem Flug mit allen verfügbaren Informationen vertraut zu machen, steht in SERA.2010 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 und gilt unverändert, ebenso die nationalen Vorgaben. Was für dein Gerät konkret gilt, klärst du über deinen Verband und die zuständige Behörde.
- „Zuverlässigkeit sichergestellt“ ist eine Anforderung an dich, nicht an die App. In der Praxis heißt das: zweites Gerät, geladener Akku, eine Stromversorgung im Flugzeug.
- Nationale Besonderheiten bleiben deine Sache. Die amtlichen Grundlagen kommen pro Land von einer eigenen Stelle: in Deutschland von der DFS mit dem AIP VFR, in Österreich von Austro Control, in der Schweiz von Skyguide.
EuroPilot Connect ist keine zertifizierte Navigationsausrüstung. Maßgeblich bleiben die amtlichen Unterlagen deiner Luftfahrtbehörde, und eine App ersetzt weder deine Flugvorbereitung noch deine Entscheidung als verantwortlicher Pilot. Sie macht die Vorbereitung nur schneller.
Wie hältst du die Offline-Daten aktuell?
Luftfahrtdaten folgen dem AIRAC-Zyklus: alle 28 Tage ein Stichtag, weltweit derselbe, von der ICAO so festgelegt. EuroPilot Connect synchronisiert die Luftfahrtdaten mit dem Server neu, wenn ein neuer Zyklus beginnt, dafür braucht es kein App-Update aus dem Store.
Für dich heißt das: Wenn du länger nicht geflogen bist, geh vor dem nächsten Flug einmal mit Netz in die App. Wer im Winter drei Monate pausiert, überspringt drei AIRAC-Stichtage. Ein Länderpaket von damals zeigt dir eine Luftraumgrenze, die es so vielleicht nicht mehr gibt.
Und die Ausnahme, die man leicht übersieht: NOTAM erscheinen laufend und sind nicht an den 28-Tage-Takt gebunden. Eine gesperrte Piste, ein kurzfristig aktiviertes ED-R, ein ausgefallenes Befeuerungssystem: Das kommt zwischen zwei Stichtagen. EuroPilot Connect sammelt NOTAM serverseitig ein und zeigt sie im geografischen Zusammenhang entlang deiner Route. Das Einsammeln passiert auf dem Server, nicht auf deinem Gerät: Ohne Verbindung wird nichts nachgeladen, und dein NOTAM-Stand altert. Im Länderpaket stecken NOTAM nicht. Hol dir das Briefing kurz vor dem Start, nicht am Vorabend. Das amtliche Flugwetter für Deutschland kommt vom DWD.
Welche Wege zur Offline-Karte gibt es überhaupt?
Offline heißt nicht zwangsläufig App. In der Praxis begegnen dir drei Wege, und viele Piloten kombinieren sie:
- Das Länderpaket einer Navigations-App. In EuroPilot Connect liegen Karte und Luftfahrtebenen zusammen auf dem Gerät, die Position läuft live mit. Das ist der Weg, den dieser Beitrag beschreibt.
- Die amtliche AIP VFR und Anflugkarten als PDF. Herausgeber ist für Deutschland die DFS über das AIP VFR, für Österreich Austro Control, für die Schweiz Skyguide. Konditionen und Bezugswege stehen dort aus erster Hand.
- Die gedruckte ICAO-Karte 1:500.000. Braucht keinen Strom und keinen Empfang, altert aber zwischen zwei Ausgaben.
Welcher Weg für dich passt, hängt davon ab, wie du fliegst. Die Kombination aus geladenem Länderpaket und einer zweiten, unabhängigen Quelle ist der Ansatz, mit dem du bei einem Geräteausfall nicht ohne Karte dastehst.
Häufige Fehler bei der Offline-Navigation
- Nur das Startland geladen. Vom Bodensee aus bist du in wenigen Flugminuten über einer Landesgrenze. Lade die Nachbarländer mit.
- Auf den Zwischenspeicher vertraut. Was du gestern angeschaut hast, ist kein geladenes Paket. Nur ein bewusster Download ist ein Bestand.
- Zweitgerät nie geprüft. Das iPad in der Seitentasche nützt nur, wenn es dasselbe Paket geladen hat.
- Wochen ohne Netzkontakt. Zwischen zwei AIRAC-Stichtagen liegen 28 Tage. Ein Winter ohne Flug überspringt mehrere davon.
- Wetter für aktuell gehalten. Ohne Verbindung altert das Wetterbild still vor sich hin. Merk dir, wann du zuletzt geladen hast.
- WLAN-iPad ohne externe GPS-Quelle. Karte da, Position nicht. Fällt am Boden nicht auf.
- Erst im Flug getestet. Der Flugmodus-Test ist am Boden in wenigen Minuten gemacht.
So prüfst du jede andere App in zehn Minuten
Der folgende Test funktioniert in jeder App, unabhängig vom Hersteller, und er beantwortet dir die Frage, die kein Werbetext beantwortet:
- Lade das an, was die App als Offline-Bestand anbietet, und notier dir, welche Datenebenen dabei genannt werden.
- Schalte den Flugmodus ein und starte die App neu. Ein Bestand, der einen Neustart nicht übersteht, ist keiner.
- Zoom auf eine Strecke, die du nie zuvor geöffnet hast. Was dort erscheint, kam nicht aus einem Zwischenspeicher.
- Such Lufträume, Meldepunkte und die Platzrunde deines Heimatplatzes. Karte allein reicht nicht.
- Schau nach, was die App zum Alter der Daten sagt. Ein sichtbarer Stand ist mehr wert als ein Versprechen.
Wenn du davor noch den größeren Überblick willst, findest du ihn im VFR-App-Guide; wie die Karte im Cockpit selbst arbeitet, steht in der Flug-Navigationsapp.
Häufige Fragen (FAQ)
Funktioniert eine Flug-App ohne Internet? Teilweise, und der Teil ist der entscheidende. Karte, Gelände, Flugplätze, Lufträume, Navaids, Meldepunkte und Platzrunden funktionieren ohne Verbindung, wenn du sie vorher als Länderpaket geladen hast. Wetter, NOTAM und internetbasierter Verkehr brauchen dagegen eine Verbindung, weil es Live-Daten sind.
Funktioniert GPS im Flugzeug ohne Empfang? Ja, sofern dein Gerät einen GNSS-Empfänger hat. GPS empfängt nur Satellitensignale und braucht weder Mobilfunk noch WLAN. Wichtig: Nur iPads mit Mobilfunkmodul haben einen GNSS-Empfänger eingebaut. Reine WLAN-iPads haben keinen und benötigen eine externe GPS-Quelle.
Wie lade ich VFR-Karten offline aufs iPad? In EuroPilot Connect tippst du das Land an und lädst es als Paket. Enthalten sind Basiskarte, Gelände, Flugplätze, Lufträume, Navaids, Pisten, Meldepunkte, Platzrunden und Flugplatzlayouts. Der Bestand bleibt über App-Neustarts erhalten, und die Länderauswahl ist über deine Geräte hinweg synchronisiert.
Bekomme ich NOTAM und Wetter offline? Nein, ohne Verbindung aktualisiert sich beides nicht. Wetter sind reine Live-Daten. NOTAM stecken nicht im Länderpaket; sie werden serverseitig eingesammelt und entlang deiner Route angezeigt, das Nachladen braucht aber eine Verbindung. Für beides gilt dasselbe: Hol dir das Briefing kurz vor dem Start. Dieser Stand ist der Stand, mit dem du fliegst.
Sind Papierkarten für VFR in Deutschland vorgeschrieben? Vorgeschrieben ist aktuelles und geeignetes Kartenmaterial, nicht dessen Form. NCO.GEN.135 in Part-NCO der Verordnung (EU) Nr. 965/2012 verlangt für den nichtgewerblichen Betrieb mit anderen als technisch komplizierten motorgetriebenen Luftfahrzeugen aktuelle und geeignete Luftfahrtkarten für Strecke und mögliche Ausweichstrecken; GM1 NCO.GEN.135 lässt ausdrücklich auch elektronische Formen zu, wenn Zugänglichkeit, Nutzbarkeit und Zuverlässigkeit sichergestellt sind. Für Segelflugzeuge, Ballone und ultraleichte Luftsportgeräte gelten eigene Regelwerke.
Wie oft muss ich die Offline-Daten aktualisieren? Mindestens einmal je AIRAC-Zyklus, also alle 28 Tage. EuroPilot Connect synchronisiert die Luftfahrtdaten mit dem Server neu, wenn ein neuer Zyklus beginnt, dafür musst du nur einmal mit Netz in die App gehen.
Welche Länder deckt die Karte ab? Die selbst gehostete Basiskarte deckt 25 europäische Länder ab. Welche Länder du als Paket auf dein Gerät lädst, entscheidest du in der Länderauswahl in der App.
Fazit
Offline-Flugnavigation ist eine Vorbereitungsfrage, keine Produkteigenschaft. Die App kann nur bereithalten, was du ihr vorher gesagt hast, und sie kann grundsätzlich nichts bereithalten, was erst in der Luft entsteht. Wer diese Grenze kennt, wird von ihr nicht überrascht.
EuroPilot Connect ist als native iOS-App gebaut, lädt ganze Länder mit allen Luftfahrtebenen aufs Gerät und zeichnet die Moving-Map im Flug aus diesen Daten. Wetter, NOTAM und Verkehr bleiben, was sie sind: Live-Daten mit einem Stand. Die App lädst du im App Store; die Lizenz kostet 99 € pro Jahr für bis zu drei Geräte, wird auf der Website abgeschlossen, und die ersten 30 Tage sind kostenlos.